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Wir schaffen das gemeinsam - Weltweit - Die Schule der besonderen Art

Robert Badi beim Training für das FadenspielZirkus der Kulturen: „Wir schaffen das gemeinsam - Weltweit - Die Schule der besonderen Art“ – Deutsche, Russen/innen, Araber.
Diesmal begrüßte die „Weltkarte des Terrors“ der NOZ die Teilnehmer/-Innen des diesjährigen Vorbereitungswochenende für die interkulturelle, internationale (Russland) Bildungsmaßnahme des aus einem Projekt der 80iger Jahre an der IGS-Fürstenau entstandenen „Verein für Natursport und Kunst Hase Ems e.V.“. Man gedachte nicht nur der Opfer der schrecklichen Ereignisse in Berlin, sondern auch der Opfer der Krisenherde dieser Erde; einschließlich der Millionen Flüchtlinge als Folge dieser Ereignisse – Weltweit. Das Motto dieses auch internationalen Jugendaustausches: „Kinderrechte sind auch Menschenrechte – Weltweit – Auf keinem Auge blind!“


Diesmal trafen sich gut 25 Jugendliche nicht nur der Paul-Moor-Schule aus Freren, sondern auch der  IGS-Fürstenau (IGS), der BBS-Bersenbrück (BBS) und des Kinderhofes Campemoor zu dieser Aus-und Fortbildung  von Jugendleitern/innen im Rahmen einer internationalen Begegnung mit russischen Schüler/innen und Studenten/innen  aus der Region Perm (Russland; Ural). Einmalig in Deutschland, dreimal im Jahr betreuen Deutsche, Russen/innen und Araber im Rahmen dieses Austausches (Winter-Sommer-Russlandprojekt), Theorie und Praxis verbindend jüngere Schüler/innen aus verschiedenen außerschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen des Altkreises Bersenbrück und der Region Perm (Ural) unter einem interkulturellen Motto: „Wir schaffen das – Wir bewegen Jugend – Jugend bewegt Gesellschaft“ ihr Motto auch in diesem Jahr; diesmal jedoch das letzte Mal in dieser Form.
Es ist, und das ist neu in diesem Jahr, ein jahrgangsübergreifendes Projekt an dem Schüler/-innen aus allen Jahrgängen teilnehmen können. Zurzeit bereiten Sie sich auch begleitet von den Eltern, für diese Arbeit in der Schule der besonderen Art „Zirkus der Kulturen“ vor.

Neben dem Workshop-Programm aus den Bereichen Umwelt, Kunst, Musik, Sport, Zirkus und Sprachanimation (Englisch / Russisch / Arabisch/ Deutsch) ordnen sich die Schüler/-innen in diesen in-und ausländischen Migrations- und Integrationsprojekten, je nach Migrationshintergrund, entsprechenden LänderPaarGruppenFamilien zu. Diesmal im Programm USA / Deutschland; Syrien / Deutschland; Israel / Palästina; Äthiopien / Deutschland; Irak / Deutschland und Pakistan / Österreich.

In der LänderPaarGruppenFamilie Syrien / Deutschland wird z.B. das Schicksal der gerade mit dem Bambi in der Kategorie „Stille Helden“ ausgezeichneten syrischen Schwestern Jusra und Sarah Mardini diesmal im Fokus des Interesse stehen. Aufgrund des Bürgerkrieges in Syrien flohen beide von ihrem Mutterland auf die griechische Insel Lesbos. Während der Überfahrt zur Insel Lesbos drohte das überfüllte Schlauchbott zu sinken. Die beiden Schwestern zogen das Boot mit 18 Insassen schwimmend über mehrere Stunden bis an das rettende Ufer der Insel Lesbos. Über die Balkanroute kamen sie dann nach Berlin. Dort trainieren sie seitdem im Sportverein „Wasserfreunde Spandau 04“.
Umfangreiches Material nicht nur aus dem Internet sondern auch von der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ aus Göttingen und von UNICEF nicht nur zu den Kinder- Menschenrechten sondern auch zur Geschichte, Geographie, Religion und Kultur lagen auf den Arbeitstischen, mitgebracht von den jeweiligen Teilnehmer/innen dieser Bildungsmaßnahme.

Konzentrationsphasen während des Lehrganges wurden verstärkt durch einen Fundus von Spielen zu unterschiedlichen Situationen. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer zu Beginn dieses Projektes einen Faden. Für die Jüngeren ist dieser Faden der Ersatz für alle sonst so liebgewonnenen Medien, denn diese müssen zu Hause bleiben. Die von den Naturvölkern der Erde überlieferten Fadenspielfiguren so z.B. vom Pariser Eifelturm bis zum Apatchentor werden in drei Qualifizierungsstufen vermittelt. Robert Badi  (Campemoor) und Anna-Marie Peselmann (Fürstenau) hatten alle „Fingervoll zu tun“, um den Grundstein für die zukünftigen Fadenspieltrainer/innen zu legen.
Verantwortlich für die Aus- und Fortbildung der Juleica-Ausbildung ist diesmal neben dem Projektleiter A. Klose (Alfhausen), Aljoscha Kuprat (Osnabrück) und Stephanie Bücker (IGS Fürstenau). Während die Schüler/-innen aus dem 9-13 Jahrgang als Jugendleiter aus-und fortgebildet werden erhalten die Schüler/-innen aus dem 5-8 Jahrgang eine Ausbildung als Sport- bzw. Fachassistent/-innen. Diesmal mit dabei auch Schüler/innen der Schule 1 aus der Universitätsstadt Perm (Russland/Ural) mit ihrer Lehrerin Elena Rokhina. Schwerpunkt dieser Schule ist die Vermittlung der deutschen Sprache.

„Nun kann es los gehen und die russischen Freunde aus Perm kommen!“ resümierten Natalie Korfmann (IGS Fürstenau) und Felix Fleddermann (BBS Osnabrück) vom Leitungsteam „Zirkus der Kulturen“, sowie Natalie Brunner (BBS Bersenbrück).

Lest hier den Bericht aus dem Bersenbrücker Kreisblatt

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