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Schwimm Dich frei

„Schwimm Dich frei - Gehe Deinen Weg“


natürlich auch

  • vom Nichtschwimmer zum Schwimmer
  • vom Schwimmer zum Jugendschwimmer
  • vom Jugendschwimmer zum Rettungsschwimmer
  • vom Rettungsschwimmer zum Schwimmpädagogen

nicht nur im Rahmen des Kooperationsmodells „Schule und Verein“hier: Etappen ab Schuljahr 2006/07; Kooperation HRS- Bersenbrück und Verein für
Natursport  und Kunst Hase- Ems e.V. in Zusammenarbeit mit der DLRG- Bersenbrück


Schuljahr 05/06:
Mitte des Schuljahres Entlassung aus dem Schuldienst
Enlassungsfeier im Zirkuszelt während des Projektes „Zirkus der Kulturen 2006“ im Sommer in Bersenbrück

 
Schuljahr 06/07:
Anfang des Schuljahres Kooperationsvertrag mit der HRS- BSB; Einführung in das Kajakfahren hinter dem Gymnasium auf der Hase für das 5. Schuljahr
mit Erschrecken stellen wir fest: ein Großteil der SchülerInnen des 5. Jahrgangs können nicht Schwimmen à 65 von 125 Kindern haben keinen Schwimmnachweis (!!)

 
Herbst 2006:
Als Schulsportbeauftragter des KSB- OS- Land schildere ich diesen Sachverhalt auf einer Tagung „Kooperation Schule/Verein“ des LSB- Niedersachsen an der Sportakademie in Hannover!
Ton der Vertreterin des Kultusministeriums Westermann- Krieg (Diskus- Gold- Liesel): „Die Grundschulrektoren haben selbst Schuld, wenn sie sich nicht selbst die entsprechenden Pädagogen heranholen!“
Ton A. Klose: „Wenn ich Rektor einer Grundschule wäre, würde ich Ihnen jetzt die „rote Karte“ zeigen!!!“


Frühjahr 2007:
Der Geschäftsführer des KSB- OS- Land schildert die Situation in einer DPA- Pressemeldung.
Heftige Reaktionen aus dem Ministerium
Bestätigung der Situation aus allen Teilen des Landes Niedersachsen

 
Schuljahr 2007/08:
§  Konzept I: Klassenweise nacheinander bringe ich den NichtschwimmerInnen des 5. Jahrgangs im Ganztagsbereich (8./9. Stunde) im Freibad (Sommer) und im Hallenbad in Ankum (Winter) das Schwimmen bei!
Medien für den Schwimmunterricht:
Seit zwei Jahren steht ein von der Samtgemeinde Bersenbrück gebautes „Holzhäuschen“ für Medien „Schwimmausbildung für Schulen“ leer!!! Ch. Markus (BBS- BSB) und ich sorgen dafür, dass es gefüllt wird.
Kontaaktaufnahme mit der Samtgemeinde BSB:
Thema: Schwimmunterricht in der 1.) Grundschule (Fahrtkosten etc. zu den Schwimmbädern) und 2.) Seepferdchen im Kindergarten
Situation in den Grundschulen der Samtgemeinde Bersenbrück:
Kontaktaufnahme als Schulsportbeauftragter mit Grundschulen der SG- Bersenbrück: a) Teilnahme am „Zirkus der Kulturen“, b) Überreichung der Urkunde „Bewegte Schule“
Thema u.a.: Schwimmunterricht in der Grundschule
§  Konzept II: Zu Beginn des Schuljahres begleite ich die SportkollegenInnen im Sportunterricht. Gemeinsam trennen wir „Spreu“ und „Weizen“. Alle Nichtschwimmer und Seepferdchen „führe“ ich dann im Winter (Hallenbad Ankum) zum Jugendschwimmer.
Eine pfiffige Idee wird in die Tat umgestezt- Aktion „Rettungsring“:
Aus dem „Integrationsfördertopf“ des LSB- Niedersachsen finanzieren wir, initiert durch den Geschäftsführer des KSB- OS- Land, die Aktion „Rettungsring“; in Kooperation mit den Schulen können Sportvereine im Ganztagsbereich Nichtschwimmer zu „Seepferdchen“ ausbilden!
 

Schuljahr 09/10 und 10/11:
Die Aktion „Rettungsring“- ein Erfolgsmodell- wird nun 2011 landesweit umgesetzt. Koordinierungsstelle KSB- Osnabrück- Land!
Ich leite die Schwimmausbildung im 5. Jahrgang, wieder nach Konzept I!!
Die Klasse 5a, eine „reine“ Hauptschulklasse, 75% Kinder mit Migrationshintergrund, nimmt am Sommerprojekt „Zirkus der Kulturen 2011“ teil!

 
Schuljahr 11/12:
§  Konzept III: Einstieg in die Oberschule 5. Jahrgang HRS- Bersenbrück
Kennlernphase in den ersten beiden vollen Schulwochen nach den Sommerferien
soziales Lernen unter dem Gesichtspunkt vom Nichtschwimmer zum Schwimmer, vom Schwimmer zum Jugendschwimmer; Klassen 5a- 5e mit den KlassenlehrerInnen und mir als Kooperationspartner des Vereins für Natursport und Kunst Hase- Ems e.V. und der DLRG- Bersenbrück
Ort: Freibad Bersenbrück
Zeitraster: In jeder Woche vier Doppelstunden pro Klasse, insgesamt also 16 Schulstunden pro Klasse


Bei der Schulanmeldung „herausgefilterte“ Schwimmfähigkeiten:

Input: 117 SchülerInnen insgesamt, davon…

  • 40 Nichtschwimmer
  • 36 Seepferdchen
  • 38 Jugendschwimmabzeichen Bronze und mehr
  • 3 keine Angaben

Output nach 16 Schulstunden (117 SchülerInnen):

 

  • 6 auf dem Weg zum Seepferdchen (Gründe u.a. krankheitsbedingter Einstieg)
  • 8 Seepferdchen
  • 103 Jugendschwimmabzeichen in Bronze

_________

117 insgesamt, davon 66 Jugendschwimmabzeichen in Silber
 

Gründe des Erfolges:

  • Es hat sich in den letzten sechs Jahren „etwas“ getan in den vorgeschalteten Bildungseinrichtungen:
  • Schilderungen der Schwimmfähigkeit von SchülerInnen in den weiterführenden Schulen in der Presse
  • Seepferdchenaktion in den Kindergärten der SG- Bersenbrück
  • Aktion „Rettungsring“, nunmehr in ganz Niedersachsen
  • Nicht zu vergessen: die „Aufbauarbeit“ in den letzten sechs Jahren an der HRS- BSB im Rahmen des Modells „Schule/Verein“
  • Das pädagogische Konzept in der Eingangsstufe zur Oberschule:
  • Zusammensetzung der Klassen durch die KlassenlehrerInnen nicht nach Leistung gemäß Grundschulzuweisung sortiert;
  • Ausgewogenes Verhältnis Jungen, Mädchen, Bildungsstand, sozialer Status, Orten u.v.a.m. innerhalb der Klasse
  • Keine Differenzierung in den sogenannten Leistungsfächern im 5. Jahrgang
  • Spezielle Leistungstests für eine individuelle Förderung im 5. Jahrgang

So haben wir uns vor 30 Jahren einmal integrierte Gesamtschule vorgestellt!!!!

Vermittlung der Schwimmfähigkeit als Kennlernphase für SchülerInnen und KlassenlehrerInnen- Soziales Lernen pur!!
Entwicklung eines „Wir- Gefühls“ (Kohärenz) in allen Klassen
Sogenannte „starke“ und „schwache“ SchülerInnen spornen sich ja nach ihren Fähigkeiten gegenseitig an
„Gib mir Deine Hand, wir versuchen gemeinsam mit dem Kopf unter Wasser zu gehen“
Erhöhte Leistungsbereitschaft: „Habe ich jetzt Bronze; kann ich jetzt Silber machen; schaffe ich die 15m Weittauchen für Gold!?“
Schwimmen bei jedem Wetter: bis +30°C; bei nur 8°C; bei Regen; …

Die Belohnung am 13. September:

Alternativen/ Ort:

a) Freibad: „Wir lassen die Kinder kurz schwimmen und machen ein Foto!“

b) 1. Gr. Pause Aula HRS   „Wir überreichen symbolisch ein paar Urkunden“

c) Alternative/ Ort: Mittagspause- Aula HRS

Wir einigen uns:
1) Sporthalle/Mittagspause
2) Jeder erhält den Schwimmpass
3) Fotos von den SchülerInnen während der Ausbildung                
bereits bei der Presse TeilnehmerInnen:

1.) gesamte 5. Jahrgang der HRS- Bersenbrück
2.) KlassenlehrerInnen
3.) 2. Konrektor
4.) Schwimmmeister
5.) Presse

 
Ablauf:         

1.) Begrüßung: Konzept III

    siehe Input

2.) Auszeichnung besonders engagierter SchülerInnen, u.a.
      
a) Laurita Fuchscher (5e): Migrationshintergrund Russland

Überwindung der Angst beim Tauchen
nun schon 5- 10m schwimmen

b) Daniel Adrian (5c): zum Bronze durchgebissen
sogar vom „3er“ gesprungen                                                      

c) Ann Christin Hogenkamp (5d):  auf dem Weg zu Gold
Rettungsschwimmer, sozial engagiert

 
3.)Bekanntgabe Output: KlassensprecherInnen erhalten die Urkunden zur
Verteilung durch die KlassenlehrerInnen      

4.)Dank an die KlassenlehrerInnen:
a) Kooperationsarbeit während des Projektes
b) Einstiegsarbeit Oberschule = Integrierte Gesamtschule

 
Fazit: Mein ungewollter Beitrag zu 40 Jahre IGS- Fürstenau!!

 
Geschenk:  Dopingmittel: „Rein biologisch- dynamisch“ für die bevorstehende Arbeit in der
Oberschule (Integrierte Gesamtschule): Köstliches aus dem „Don Quichotte Garten“      

Schlussbemerkung:
Schade, von dieser „Siegerehrung“ kein Wort in der Presse!!
Die SchülerInnen und die KlassenlehrerInnen hätten es verdient gehabt!!
„Ein Schelm der Böses dabei denkt!“


 
A. Klose

Pressebericht:

Kompetent im Wasser