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Mein Abenteuer beim "Zirkus der Kulturen" (Kate berichtet)

Kate Lagerfeuer 2017Arbeit und Präsentation der Workshops.
Deutschland, Jugendlager und natürlich Mischung der Kulturen – was könnte noch die Sommerferien unvergesslich machen?Ohne lange zu überlegen, entschied ich mich das zweite Mal an dem Projekt «Zirkus der Kulturen» teilzunehmen. Und so fing mein Abenteuer an.



Der Aufenthalt im Zeltlager war voll von interessanten und spannenden Beschäftigungen und neuen  Eindrücken. Aber zuerst wurde die Zeit der Jugendleiterausbildung gewidmet. Das Wichtigste war, die Unterhaltungen für Kinder von A bis Z zu planen. Im Laufe einer Woche richteten wir Ländergruppenzelte ein, bereiteten Spiele zusammen vor und planten verschiedene Veranstaltungen und Workshops für Kinder. Ohne Zweifel war es sehr nützlich für jeden Jugendleiter,und dank dieser Phase konnten wir einander kennenlernen und die Freundschaften knüpfen.

Nach einer Woche kamen die Kinder endlich und die Jugendleiter  setzten eigene Pläne und neue Kenntnisse in die Praxis um. Es gab überhaupt keine Zeit, um auf der Bärenhaut zu liegen. Große und kleine Spiele, Ländergruppenarbeit und besonders vielfältige Workshops standen im Mittelpunkt. Von Zirkus, Fadenspiel, Judo und Kajak bis Kunst, Percussion und Sprachanimation – jeder konnte für sich das Richtige finden. Dieses Mal führte ich mit meiner Freundin wieder das Workshop «Sprachanimation» durch. Neu war aber, dass wir zu drittarbeiteten, weil es nicht nur Russisch, sondern auch Arabisch zu lernen gab. Valerija, Yaser und ich hatten keine Probleme sowohl bei der Vorbereitung des Workshops, als auch bei der Kommunikation und machten alles Mögliche, damit unsere Unterrichte spannend waren. Spielend und malend erlernten die Kinder verschiedene alltägliche Ausdrücke und Zahlen auf Arabisch und Russisch, Körperteile auf Arabisch und machten kleine Erzählungen über die Familie und Hobbys mit den Bildern auf Russisch. Zusammen mit den Kindern arbeiteten wir mit Vergnügen, sodass alles Geplante in der Präsentation erfolgreich gezeigt war: das Lied auf Russisch mit allen Aussagen, die wir gelernt hatten, die Bilder und das Spiel mit Zahlen und Bewegungen auf Arabisch, an dem die Zuschauer auch teilnehmen konnten. Die Rolle der Lehrerin machte mir Spaß undehrlich gesagt, dachte ich nicht, dass die Kinder so engagiert sein konnten und unsere Zusammenarbeit so leicht und mit Vergnügen verging. Als Workshopleiterinhatte ich die Möglichkeit, meine pädagogische Fähigkeiten und Kenntnisse zu prüfen und zu verbessern, lernte denUnterricht interessanter, kreativerzu machen und das Interesse an den Fremdsprachen zu erwecken.  

Auf den ersten Blick schien es so zu sein, dass die Workshopsleiter durch das Durchführen eigener Workshops abgeschirmt waren. Aber tatsächlich war es ganz anders: alleWorkshopsleiterkonnten etwas von anderen übernehmen oder etwas Neues probieren (zum Beispiel einige Figuren im Fadenspiel, jonglieren oder Kajak fahren).Auf solche Weise bekam jeder ungewöhnlicheErfahrung, und die Möglichkeiten für die Persönlichkeitsentwicklung wurden eröffnet.
«Zirkus der Kulturen» ist in der Tat die Schule der besonderen Art. Man kriegt nicht nurvielseitige Fähigkeiten, sondern auch lernt einander zu organisieren, zu unterstützen, zusammen Probleme zu lösen und die Verantwortung zu übernehmen. Auch wird der Schwerpunkt auf die Kommunikation gelegt. Passende Sprache (Deutsch oder Englisch) wählen, Bekanntschaft machen oder Kompromisse finden – das alles wird binnen des Lagers erfolgreich gelernt. Und die Toleranz ist auch dabei: jeder wird gleich welcher Hautfarbe, Nationalität und Religion geachtet und akzeptiert.

Das Projekt brachte mir auch sehr viel. Unvergessliche Eindrücke, neue Freunde und nützliche Erfahrung – dieser Sommerabenteuer vergesse ich nie in meinem Leben! Und ich hoffe nächstes Jahr an diesem Projekt wieder teilzunehmen und freue mich auf ein Wiedersehen mit meinen deutschen und arabischen Freunden!