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Das internationale Presseteam zur Russlandreise 2016

Mittagspause bei wechselhaftem Wetter auf der VisheraHallo, nun unser zweiter Bericht vom "Zirkus der Kulturen" in Russland, dieses Mal vom internationalen Presseteam Natascha Lübbe, Pasqualina Isaakidou (beide Quakenbrück), Vincent Schenk (Heeke / Berlin) und Axel Klose (Heeke).


Abschied von den Gastfamilien vor der Perm National Research Polytechnic University (PNRPU). Aufnahme auch der russischen Freunde samt Gepäck in einem ehemaligen Bremer Personenbus, gechartert von der russischen Organisation "Verlorene Welt". Vor uns eine ca. 10-stündige Fahrt auf abenteuerlichen, holprigen und lehmigen Straßen in den Norden des Urals. Auf der Hälfte der Strecke dann der Wechsel in zwei Kleinbusse, bereits beladen mit der Ausrüstung von fünf Katamaranen samt Zeltausrüstung, Schlafsäcken, Verpflegung und Isomatten für 34 Personen.

Abends dann endlich die Ankunft an der Einsatzstelle und am ersten Zeltplatz direkt an der Vishera, einem der schönsten und naturbelassensten Flüsse des Nordurals. Im Vordergrund nun der Aufbau der Zelte, der Zusammenbau der Katamarane, Anlegen der Feuerstelle und die Zubereitung der ersten Mahlzeit über dem offenen Feuer - eine organisatorische Meisterleistung, nicht nur was das Entfachen des Feuers betraf, sondern auch die Kochkunst der täglich wechselnden Koch- und Logistikgruppen während dieser siebentägigen Vishera-Tour. Morgens, mittags und abends wurde jeweils in drei verschiedenen Großtöpfen eine Suppe, eine feste Mahlzeit (u.a. Reis, Nudeln) und Wasser für Getränke gekocht. Auch das Holzholen musste auf der siebentägigen Flussfahrt fest mit eingeplant werden. Ein täglicher Rhythmus auch das Be- und Entladen der fünf Katamarane von den jeweils im Voraus festgelegten Bootsbesatzungen.

Ca. 65km auf dem Fluss - auch eine tägliche Herausforderung bei wechselndem Wetter sowie schwankenden Temperaturen, unterschiedlichen Strömungsverhältnissen und Wassertiefen. Die Landschaft entschädigte jedoch für alle Mühen und Anstrengungen. Vorbei an altrussischen Dörfern, steilen Felswänden mit Schriften vergangener Zeiten und unendlichen Wäldern auf beiden Uferseiten. Nicht zu vergessen ferner aber auch der stete Kampf gegen die Tücken der Wildnis, allen voran Mücken, Bremsen und Fliegen, egal wo man gerade war: auf dem Wasser, auf urigen Zeltplätzen bzw. auf den diversen Wanderungen zu verschiedenen Berg- oder Felsspitzen mit atemberaubenden Ausblicken auf den Ural, verlassene Dörfer, Höhlen und Kirchen. Höhepunkt natürlich die "Eroberung" des Polluts, der höchsten Erhebung im Ural.
Eingebunden in das Gesamtprogramm (Theorie und Praxis verbindend) eine Jugendleiterausbildung für alle Teilnehmer mit dem Schwerpunkt "Risiken und Gefahren bei Fluss- und Bergwanderungen", ergänzt um relevante Themenbereiche der 1. Hilfe und des Rettungsschwimmens. Außerdem wurden vom Umweltteam täglich Wasserproben an den Übernachtungsstellen und aus den Quellgewässern entnommen. Die Proben werden allesamt vom Fachdienst Ökologie der PNRPU in Perm analysiert. Auch die Gewässerstrukturgüte wurde anhand eines Arbeitsblattes des Umweltstandortes Alfhausen "Haseniederung" täglich protokolliert. Weiterhin war natürlich die Entsorgung des Eigen- und Fremdmülls ein unbedingtes Muss!

Die Lagerfeuerrunden am Abend waren der krönende Abschluss eines jeden Vishera-Tages. Kennlernspiele sowie russische und deutsche Lieder mit Gitarren- bzw. Balalaikabegleitung bis tief in die Nacht sorgten für eine entspannende Nachtruhe. Interessant auch die Präsentationen der Namensfindung für die jeweiligen Bootsbesatzungen als Kennlernphase nach der ersten Tagestour, so u.a. "Aschenputtel", "Falschherum" oder "Cup of Hope".
Erholung nun wieder in den Gastfamilien in Perm, um dann nach zwei Ruhetagen die neue Herausforderung im Jugendsommercamp der "New Generation" anzugehen. Rund 200 Kinder werden dann von uns in diversen Workshops und Ländergruppen betreut.

Dazu dann mehr in unserem nächsten Bericht. Herzlichst, Ihr internationales Presseteam vom "Zirkus der Kulturen".

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