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Abschlussbericht Russland 2016

Aufmerksame Kinder und Jugendliche bei den PräsentationenWir sind es wieder vom Zirkus der Kulturen, diesmal mit unserem internationalen Presseteam Alexandra Bandrina (Perm), Katja Deeva (von der Schule 12 mit dem Schwerpunkt Deutsche Sprache), Vincent Schenk (Alfhausen/ Berlin) und Axel Klose (Heeke). Wir berichten von unserem siebentägigen Aufenthalt bei der „New Generation“ (NG) in der Region Perm und von unserem Kurzaufenthalt in St. Petersburg als Abschluss unserer dreiwöchigen Russlandreise.      

                                                     

Ganzjährig werden bei der „NG“ ca. 500 Kinder in diesem Sportcamp mitten in einem tollen Waldgebiet an dem Fluss Kama aufgenommen. Alle russischen Kinder zwischen 10 und 17 Jahren konnten sich am ersten Tag in drei Zeitfenstern auf dem riesigen Gelände von unseren Workshopangeboten überzeugen. 500 Fäden wurden im Workshop „Fadenspiele“ als Geschenk für die nun bereits fünfjährige Gastfreundschaft dieser Organisation, an die Kinder verteilt! Robert Badi vom Kinderhof Campemoor und Hannes Hufker von der IGS Fürstenau hatten viel  zu tun, um die ersten fünf Figuren von ca. 5.000 verschieden Zeichen, überliefert von den Naturvölkern dieser Erde, zu übermitteln. Hochbetrieb auch bei den Workshops Kunst und Umwelt, Sprachanimation (Englisch, Russisch, Deutsch), Zirkus mit dem Angebot Balancieren, Jonglieren und Pyramidenbau, Rhythmen mit Percussioninstrumenten und natürlich auch Fußball.
Interessierte Zuschauer gab es auch bei der Vorstellung der sogenannten „LänderGruppenPaarFamilien“ durch die zukünftigen UNICEF- JuniorbotschafterInnen, Deutsche und RussenInnen. Mit den Krisenherden dieser Erde hatten sich die Kinder in den vier Tagen zu beschäftigen! Die LänderGruppenPaarFamilien: Irak/ Griechenland/ Deutschland, Syrien/ Deutschland, Albanien/ Deutschland, Eritrea/ Deutschland und Israel/ Palästina, wie auch im Sommerprojekt (wir berichteten), konnten von den „Zuschauern“ belegt werden. Der Tagesrhythmus der eingehalten wurde sah wie folgt aus:

09.00 Uhr: Wecken mit Musik
09.30 Uhr: Flaggenhissung
10.00 Uhr: Frühstück
11.00- 12.30 Uhr: Workshopangebote
14.00 Uhr: Mittagessen
14.00- 16.00 Uhr: Mittagsruhe
16.00 Uhr: Gesunde Zwischenmahlzeit
17.00- 19.00 Uhr: Ländergruppenstunde
20.00 Uhr: Abendessen
20.00- 22.00 Uhr: Individuelle deutsch- russische Begegnungen (Banja/ Sauna, Lagerfeuer etc.)
22.00 Uhr: Abschlusskreis; Flagge einholen auch mit deutscher Beteiligung

Höhepunkt des Aufenthaltes natürlich der Pärsentationsnachmittag vor allen Kindern auf der neu errichteten Bühne neben dem Hauptgebäude. Russische Kinder zeigten was sie in dieser doch recht kurzen Zeit von den deutschen und russischen JugendleiterInnen- Teams gelernt hatten; ein ständiger Wechsel von Workshop- und Ländergruppenvortrag. So zeigte die Kunst- und Umweltgruppe, geleitet von Pasqualina Isaakidou (Gymnasium Quakenbrück) und Natascha Lübbe (IGS Fürstenau) mit ihren SchülerInnen ihre tollen Kunstkompositionen mit den aufgeklebten, gesammelten Naturmaterialien.
Die Ländergruppen, so zum Beispiel Israel/ Palästina, spielten die Fortsetzung der Geschichte der beiden Familien (Israel / Palästina), die ihre Männer / Väter im letzten Krieg verloren haben, den Kontakt aber weiterhin pflegen. Der unterirdische Graben zwischen den beiden Ländern wurde bisher nicht entdeckt. Sie haben in diesem Jahr (Sommer-, Russlandprojekt) eine UNICEF – Gruppe für beide Staaten gegründet. Sie proben und präsentieren in Israel und in Palästina ein Theaterstück: „Spielt lieber Frieden“, frei nach Leo Tolstoi.

Ein weiter Höhepunkt war der Empfang beim Radiosender „Echo Moskau“ in Perm. Empfangen für ein einstündiges Interview waren der Projektleiter vom Zirkus der Kulturen Axel Klose (Heeke), der Leiter der New Generation Valerij Nikolaevich (Perm) sowie die Übersetzerin und zukünftige Jugendleiterin und UNICEF- Juniorbortschafterin Katja Deeva (Perm). „16 Jahre deutsch- russische Freundschaft“- „ 12 Jahre gelebte Inklusion- vorsichtig herantastend“ und „5 Jahre Kooperation der NG und des Zirkus der Kulturen“ wurden erläutert. Zwei Inlandsprojekte in Deutschland und ein Auslandsprojekt in Russland werden jedes Jahr mit Hilfe der Deutschen Sportjugend (DSJ) in Frankfurt und dem Deutsch- Russischen- Jugendaustausch (drja) angeboten.
Kein leichter Abschied dann früh morgens um 02.30 Uhr mit dem Ziel den Flug nach St. Petersburg rechtzeitig in Perm zu erreichen!

Eine Stadtrundfahrt mit dem Bus und eine Bootstour auf der Neva am ersten Tag vermittelten einen unvergesslichen Eindruck von dem „Venedig des Nordens“, St. Petersburg. Den zweiten Tag verbrachte man dann auf dem riesigen „Parkgelände“ des Peterhofs am finnischen Meeresbusen. Spaziergänge, die man so nicht vergisst. Auch die Besichtigung der Gemäldegalerie „Ermitage“ und der Erlöserkirche, verstärkten diesen Eindruck bevor es dann nach 21 Tagen wieder heimwärts ging.
2017 - wir kommen wieder!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Das Presseteam des Netzwerkes Zirkus der Kulturen

Hier der Pressebericht:

Gelebte deutsch-russische Freundschaft

Kunstworkshop Das Fadenspiel

Radiosender „Echo Moskau“ in Perm Gruppenfoto am Petershof in St- Petersburg